20. September 2018

Top6 Themen: Virale Arthritis - Gelenkschmerzen

Virale Arthritis (virale Gelenkentzündung)

Virale Arthritis Gelenkschmerzen Themen und Krankheit
Die virale Arthritis, oder virale Gelenkentzündung, gehört zur Gruppe der infektiösen Arthritiden. Sie liegt meist als so genannte reaktive oder indirekte Arthritis vor, d.h. die Gelenkentzündung wird durch eine Immunreaktion des Körpers auf eine außerhalb des Gelenks gelegene Infektion ausgelöst, weshalb auch keine Erreger im Knie selbst nachgewiesen werden können.

Außerdem Fällt bei der viralen Arthritis auch oft der Begriff „parainfektiöse Arthritis“, womit gemeint ist, dass die Arthritis als Begleitsymptom im Rahmen einer viralen Infektionskrankheit auftritt.


Ursachen: virale Arthritis (virale Gelenkentzündung)

Erkrankungen, im Rahmen derer eine virale bzw. paravirale Arthritis auftreten kann, sind:

- virale Hepatitis
- Masern
- Windpocken
- Röteln
- Pocken

Weitere Erreger die zu einer paraviralen Arthritis führen können sind:

- Coxsackie-Virus
- Epstein-Barr-Virus (virale Mononukleose)
- Ross-River-Virus (Australien-Arthritis)
- Mayoro-Virus
- Sindbis-Virus
- Adenovirus
- Parvo-B19-Virus (Ringelröteln)
- Chicungunya-Virus
- Zytomegalie-Virus

Virale Erkrankungen die zu einer direkten Arthritis führen können sind:

- Mumps
- O’Nyong-nyong-Fieber (häufig nach Asienreisen)


Symptome: virale Arthritis (virale Gelenkentzündung)

Die virale Arthritis betrifft meist die Extremitäten, d.h. Arme und Beine. Charakteristische Symptome einer viralen Arthritis sind:

- Schmerzen
- Schwellung
- Überwärmung
- Bewegungseinschränkung
- Rötung
- Gelenkerguss


Spätfolgen einer chronischen Arthritis können sein:

- Funktionsverlust des Gelenks
- Destruktion (Zerstörungen)
- Fehlstellungen
- Kontrakturen (Verkürzungen)
- Ankylosen (Gelenkversteifung)


Therapie: virale Arthritis (virale Gelenkentzündung)

Bei der Therapie einer viralen Arthritis kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)).

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik,..



2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Virale Arthritis



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


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Verwandte Suchbegriffe zu Gelenkschmerzen:
schmerzende Gelenke, Schmerzgelenk, Schmerzen im Gelenk, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Polyarthritis, PCP, primär chronische Polyarthritis, Gelenkentzündung

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser

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