20. September 2018

Top6 Themen: Omalgie - Arm und Beinschmerzen

Omalgie

Omalgie Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Das Wort "Omalgie" (lat. Omalgia) steht für Schmerzen im Bereich der Schulterregion bzw. dem Schultergelenk.

Für die Omalgie existieren zahlreiche Ursachen. Die Ansicht, die Arthrose sei die Hauptursache für eine Omalgie, ist falsch. Da das Schultergelenk verhältnismäßig gering belastet wird sind hier Verletzungen sowie gelenkzerstörende (gelenkdestruierende) Krankheiten als Ursache der Omalgie eher selten.

Die Omalgie geht meistens auch nicht vom Schultergelenk (Articulatio humeri) selbst aus, sondern von den Nebengelenken (Akromioklavikulargelenk, Akromiohumeralgelenk) und den sog. periartikulären (um das Gelenk herum liegende) Weichteilen.

Weitere Ursachen der Omalgie:

• Schulter-Hand-Syndrom
• Periarthritis humeroscapularis (Subakromiales Syndrom)
- Impingement-Syndrom
- Schultersteife
- Supraspinatussehnen-Syndrom
• Omarthritis (Entzündung des Schultergelenks, als Folge einer entzündlichen, rheumatischen Störungen)
• Frozen shoulder
• Omarthrose (Schultergelenksarthrose)
• mittleres Halswirbelsäulen- bzw. HWS-Syndrom
• Bursitis subacromialis (Schleimbeutelentzündung unter der Schulterhöhe bzw. unter dem platten Ausläufer der Schulterblattgräte) und / oder Bursitis subdeltoidea (zwischen dem großen Oberarmkopfhöcker und dem Dreiecks- oder Deltamuskel).
• Überlastung/ Überreizung (Handwerk, Tennis, Golf,…)

Details zu den einzelnen ursächlichen Erkrankungen finden Sie bei den entsprechenden Themen bei Doctorhelp.

Therapie

Zur Therapie einer Omalgie gibt es verschiedene Möglichkeiten. Deshalb unterscheidet man:

I. Allgemeine Therapieansätze


und

II. Weiterführende Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik


Akute Beschwerden können (zunächst) im Rahmen der hausärztlichen Behandlung oder der ambulanten Schmerzpraxis behandelt werden. Werden die Schulterschmerzen chronisch (Schmerzen länger als 3 Monate anhaltend, oder regelmäßig wiederkehrend) sollten Sie sich unbedingt an eine erfahrene Schmerzklinik wenden. Hier gilt generell: Schulterschmerzen führen auf Dauer zu einer Art Überreizung - dies kann wiederum zu Dauerschmerzen führen, was wiederum eine Überreizung beinhaltet, und ein Teufelskreis beginnt. Die Methoden der sog. „speziellen Schmerztherapie“ können dem entgegnen. Dabei gilt grundsätzlich: „Je früher desto besser“.

Ein relativ seltenes, aber im Bedarfsfall wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Omalgie ist eine ursächliche Arthrose. Zum Teil wird hier zu einer Operation geraten (Einsatz eines künstlichen Schultergelenks,…). Hier muß allerdings klar gesagt werden, daß dieser Schritt gut überlegt sein sollte, denn oft wird er einfach auch viel zu früh empfohlen. Auch hier verfügt die spezielle Schmerztherapie über sehr gute Möglichkeiten bestehende Leiden zu lindern. Häufig kann so eine Operation vermieden werden.

1. Allgemeine Therapieansätze

- kausale Ansätze (gegen die Ursache): z. B. operative Maßnahmen bei einer akuten Bursitis, etc..

- Medikamentöse Schmerztherapie.

Die Mittel erster Wahl sind peripher wirkende Analgetika (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken), spez. sog. nicht steroidale Antirheumatika (Rheumamittel), hierbei möglichst lang wirkende und magenschonende, z. B. Mobec®. Bei starken, schmerzhaften Muskelverspannungen können ergänzend Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) (z. B. Norflex®, Mydocalm®) eine Lösung sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkenden Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten.
Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch bei einer Omalgie wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.
Bei einer entzündlichen (Schmerz-)Ursache sind z. B. wiederholte Cortison-Einspritzungen hilfreich.

- Physikalische Therapie (Krankengymnastik, Wärme, Kälte, T.E.N.S. …)

- Akupunktur


2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Omalgie



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Spahn legt Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der Heilmittelversorgung vor
(20.09.18) Die Bundesregierung will die Arbeitsbedingungen von Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Podologen verbessern. Zudem soll die Versorgung der Patienten mit Heilmitteln gestärkt werden. Das geht aus dem Eckpunktepapier "Sicherung und Weiterentwicklung der Heilmittelversorgung" hervor, welches Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jetzt veröffentlicht hat.
Artikel lesen...

Arzneiverordnung-Report 2018: Hochpreistrend bei Arzneimitteln verschärft sich
(20.09.18) Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) inklusive der Zuzahlung der Versicherten lagen 2017 bei 39,9 Milliarden Euro, ein deutliches Plus von 1,4 Milliarden Euro beziehungsweise 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Hauptursache dieses Anstiegs sind die patentgeschützten Arzneimittel, auf die im vergangenen Jahr 18,5 Milliarden Euro des GKV-Arzneimittelmarktes entfielen. Damit hat sich ihr Umsatzanteil in den letzten 20 Jahren von 33 Prozent auf 45 Prozent erhöht", sagt Prof. em. Dr. med. Ulrich Schwabe, Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports 2018.
Artikel lesen...

Innovationsfonds: GBA veröffentlicht Liste der jüngsten Förderprojekte zur Versorgungsforschung
(18.09.18) Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) hat die Liste seiner ausgewählten Förderprojekte aktualisiert. Die 55 neuen Vorhaben gingen aus der Förderbekanntmachung zur Versorgungsforschung und zur Evaluation einer GBA-Richtlinie hervor, deren Bewerbungsfrist am 20. Oktober 2017 endete. Die Projekte werden im Umfang von insgesamt 70 Millionen Euro gefördert.
Artikel lesen...

Weiterführende Links