16. Juli 2018

Top6 Themen: Morton-Syndrom - Arm und Beinschmerzen

Morton-Syndrom

Morton-Syndrom Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Beim Morton-Syndrom, auch Morton Neuralgie, Morton-Metatarsalgie, Interdigitalneuralgie oder Interdigitalisneuralgie genannt, handelt es sich um ein Nervenkompressionssyndrom der Plantarnerven (Nervi plantaris medialis et lateralis bzw. Nervus digitales). Bevorzugt tritt es zwischen den Zehen III und IV oder II und III auf. Hervorgerufen wird die Nervenkompression durch mechanischen Druck, meist bei Senk-/Spreizfuß.

Bei der Untersuchung fallen so genannte Neurome, schmerzhafte, spindelförmige Auftreibungen der Nerven, auf. Außerdem zeigt sich in der Gewebsuntersuchung (Histologie) eine Fibrosierung (Bindegewebsvermehrung) bei chronischer Ischämie (Minderdurchblutung).


Symptome von Morton-Syndrom

Typische Symptome des Morton-Syndroms sind:

- anfallsartige, brennende Schmerzen im Bereich des vorderen Mittelfußes

- Ausstrahlung in die Nachbarzehen

- Schmerzauslösung bzw. Schmerzverstärkung bei Druck auf die vordere Fußsohle


Therapie von Morton-Syndrom

Bei der Therapie eines Morton-Syndroms kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz. Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Am besten wirken hier sog. Antikonvulsiva, z. B. Gabapentin (Neurontin®), Pregabalin (Lyrica®) oder Carbamazepin (z.B. Tegretal®). Alternativ, oder in Kombination zur Einsparung von Antikonvulsiva, kann auch das zentral wirksame Muskelrelaxans (im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel zur Muskelentspannung) Baclofen (z. B. Lioresal®) versucht werden. Die Dosierung erfolgt hierbei einschleichend.

b) Akupunktur

c) Operative Maßnahmen

d) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Massagen, Krankengymnastik,..





2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Morton-Syndrom



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Organspende: Erstmals seit Jahren steigt die Zahl der Entnahmen und Transplantationen
(12.07.18) Von Januar bis Juli dieses Jahres haben deutsche Transplantationszentren 484 Spendern Organe entnommen, das sind 72 mehr als in ersten Halbjahr 2017. Damit erhöhte sich die Zahl der Organe, die aus Deutschland über die europäische Vermittlungsstelle Eurotransplant zugeteilt wurden, um 245 auf 1.576 Organe. Das meldete die Deutsche Stiftung Organtransplantation.
Artikel lesen...

Hebammen: Änderung der Vertragsanlagen
(12.07.18) Die Vertragspartner auf Bundesebene haben sich auf redaktionelle Anpassungen in einigen Vertragsanlagen der Hebammenhilfe verständigt. Aktualisiert wurden unter andrem die Versichertenbestätigungen, die für Leistungen, die ab 1. Oktober 2018 erbracht werden. Die neuen Versichertenbestätigungen sind verbindlich und ausschließlich zu nutzen. Zur besseren Lesbarkeit steht eine Lesefassung zur Verfügung. Die Vereinbarung tritt am 15. Juli 2018 in Kraft.
Artikel lesen...

Investitionskosten: Länder zahlen weiterhin zu wenig
(11.07.18) Die deutschen Bundesländer haben im Jahr 2017 zusammen nur rund 2,8 Milliarden Euro als Investitionsförderung in ihre Kliniken gezahlt. Der Bedarf an Investitionsmitteln liegt jedoch bei mindestens sechs Milliarden Euro. Das geht aus der a ktuellen Bestandsaufnahme zur Krankenhausplanung und Investitionsfinanzierung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor.
Artikel lesen...

Weiterführende Links