20. September 2018

Top6 Themen: Bouchard-Arthrose - Arm und Beinschmerzen

Bouchard-Arthrose

Bouchard-Arthrose Arm und Beinschmerzen Themen und Krankheit
Die Bouchard-Arthrose, auch Bouchardarthrose geschrieben, ist nach dem Pathologen Charles J.B. Bouchard benannt, der von 1837 bis 1915 vorwiegend in Paris lebte.

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Arthrose der Fingermittelgelenke, da aber häufig auch gleich mehrere Finger betroffen sind, wird sie auch Fingerpolyarthrose genannt.
Gleichzeitig mit der Bouchardarthrose tritt auch häufig die sog. Heberdenarthrose auf. Hierbei handelt es sich um eine Arthrose der Fingerendgelenke.
Die Bouchardarthrose ist sehr unangenehm und schmerzhaft und erreicht häufig ein chronisches Stadium. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.


Symptome: Bouchard-Arthrose

Typische Krankheitszeichen der Bouchard-Arthrose sind:

- Symmetrischer Befall mehrerer Gelenke
- Spindelförmige Auftreibung der Fingermittelgelenke (Bouchard-Knoten)
- Druck- und Bewegungsschmerzen
- Steifigkeit der Fingermittelgelenke
- Schwellungen
- Bewegungseinschränkungen
- Deformierung der Gelenke
- Später Ruheschmerzen
- Häufig gleichzeitiges Auftreten mit einer Heberden-Arthrose und einer Knie- oder Wirbelsäulenarthrose


Ursachen: Bouchard-Arthrose

Bei der Bouchard-Arthrose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung des Knorpels der Fingermittelgelenke.

Ursachen hierfür können sein:

- Überlastung der Fingermittelgelenke
- Fehlentwicklung des Gelenkknorpels
- Unfälle bei denen der Gelenkknorpel beschädigt wird
- Hormonelle Komponenten
- Genetische Faktoren


Diagnostik: Bouchard-Arthrose

Die Diagnose „Bouchard-Arthrose“ wird in der Regel eindeutig durch eine Röntgenaufnahme gestellt. Differentialdiagnostisch muss außerdem noch an folgende Erkrankungen gedacht werden:

- Gicht-Arthritis
- Akute Arthritis
- Chronische Polyarthritis
- Reaktive Arthritis
- Rheumatoide Arthritis


Therapie: Bouchard-Arthrose

Bei der Therapie einer Bouchard-Arthrose kommen im ersten Schritt allgemeine Therapieansätze zum Einsatz.
Zeigen diese zu wenig Wirkung, oder werden die Beschwerden chronisch (Schmerzen länger als 3-6 Monate) sind Konzepte der „speziellen Schmerztherapie“ bzw. weiterführende multimodale Behandlungskonzepte einer Schmerzklinik gefragt. Dabei gilt generell: „Je früher, desto besser“.

Details:

1. Allgemeine Therapien

a) Medikamentöse Schmerztherapie:

Bei akuten (plötzlich einsetzenden, heftigen) und subakuten (eher schleichend verlaufenden) Schmerzen können zunächst bzw. vorwiegend peripher wirkende Schmerzmittel (Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden. Insbesondere sind hier sog. nicht steroidale Antirheumatika (= „Rheumamittel“) zu erwähnen, aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und magenschonende, zum Beispiel Mobec®. Sehr magenschonend und zudem auch entzündungshemmend sind sog. COX-2 Inhibitoren ((z. B. Parecoxib (Dynastat®) o. Etoricoxib (Arcoxia®)). Muskelrelaxanzien (Mittel zur Muskelentspannung) wie Baclofen (z. B. Lioresal®) können als Ergänzung ebenfalls hilfreich sein. Schwere Schmerzen sind manchmal dagegen nur durch zentral (im Gehirn / Rückenmark) wirkende Analgetika (z. B. Tramadol, Valoron N®) zu lindern. Auf die Gefahr einer Schmerzmittelgewöhnung oder gar -abhängigkeit ist grundsätzlich zu achten. Eine Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (Mittel gegen Depression, u.a. aber auch z. T. bei Schmerzen wirksam) kann in vielen Fällen Schmerzmittel einsparen.

b) Akupunktur

c) Physikalische Therapie
- z. B.: T.E.N.S., Wärme, Kälte, Krankengymnastik,..




2. Weitere Behandlungskonzepte einer Fachklinik

<?  Therapie & Behandlungskonzepte bei Bouchard-Arthrose



Die hier beschriebene Therapie wird in folgenden Kliniken angeboten:
Schmerzklinik Bad Mergentheim


Arm und Beinschmerzen Krankheit   Arm und Beinschmerzen Home

Verwandte Suchbegriffe zu Arm und Beinschmerzen:
Beinschmerzen, Armschmerzen, Brachialgie, Armneuralgie, Armbeschwerden, Beinbeschwerden, Gliederschmerz, Extremitätenschmerz

Autor: Prof. Dr. med. Rolf Leeser
Weitere Information zu Arm- und Beinschmerzen finden Sie unter folgenden verwandten Themen Armschmerzen und Beinschmerz-Formen weitere Themen...

Verwandte Schmerz-Themen von Arm und Beinschmerzen

Arm und Beinschmerzen Top6 Krankheiten

Krankheiten Arm und Beinschmerzen A-Z:

Sponsorenbereich
Anzeige

Anzeige
Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Spahn legt Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der Heilmittelversorgung vor
(20.09.18) Die Bundesregierung will die Arbeitsbedingungen von Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Podologen verbessern. Zudem soll die Versorgung der Patienten mit Heilmitteln gestärkt werden. Das geht aus dem Eckpunktepapier "Sicherung und Weiterentwicklung der Heilmittelversorgung" hervor, welches Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jetzt veröffentlicht hat.
Artikel lesen...

Arzneiverordnung-Report 2018: Hochpreistrend bei Arzneimitteln verschärft sich
(20.09.18) Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) inklusive der Zuzahlung der Versicherten lagen 2017 bei 39,9 Milliarden Euro, ein deutliches Plus von 1,4 Milliarden Euro beziehungsweise 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Hauptursache dieses Anstiegs sind die patentgeschützten Arzneimittel, auf die im vergangenen Jahr 18,5 Milliarden Euro des GKV-Arzneimittelmarktes entfielen. Damit hat sich ihr Umsatzanteil in den letzten 20 Jahren von 33 Prozent auf 45 Prozent erhöht", sagt Prof. em. Dr. med. Ulrich Schwabe, Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports 2018.
Artikel lesen...

Innovationsfonds: GBA veröffentlicht Liste der jüngsten Förderprojekte zur Versorgungsforschung
(18.09.18) Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) hat die Liste seiner ausgewählten Förderprojekte aktualisiert. Die 55 neuen Vorhaben gingen aus der Förderbekanntmachung zur Versorgungsforschung und zur Evaluation einer GBA-Richtlinie hervor, deren Bewerbungsfrist am 20. Oktober 2017 endete. Die Projekte werden im Umfang von insgesamt 70 Millionen Euro gefördert.
Artikel lesen...

Weiterführende Links